Schulung zum Thema „Sexualpädagogische Arbeit“

In diesem Jahr stand und steht für die Wohngemeinschaft Maria-Martha die Erarbeitung eines Gewalt-Präventions-Schutzkonzeptes auf der Agenda. Dazu gehören viele Schritte. Es geht um die Erarbeitung theoretischen Wissens über Strukturen und Verhaltensweisen, die Gewalt in jeglicher Hinsicht überhaupt ermöglichen. Es gilt, die eigenen Strukturen und das eigene Agieren zu analysieren, es geht um die Erarbeitung zweckmäßiger Meldeketten und es geht um Wissensaneignung und Selbstreflektion.

Gewalt bedeutet ja immer auch Grenzverletzung und Eingriff in die selbstbestimmte Lebensführung eines anderen. Und ein Thema führt dabei ein besonders starkes Schattendasein und ist häufig mit einem Tabu belegt – nämlich das Thema Sexualität und Menschen mit Behinderung, vor allem für jene, die in Einrichtungen leben.

Um auf diesem Gebiet etwas mehr Handlungssicherheit zu bekommen, luden wir den erfahrenen Dozenten Tobias Hönig ein. Er schulte an 2 intensiven Tagen (18. und 19. November 2019) 13 Mitarbeiterinnen der Wohngemeinschaft zu „Methoden sexualpädagogischer Arbeit mit Menschen mit Behinderung“. Tobias Hönig besprach und erprobte mit den Teilnehmenden Methoden zur Einzel- und Gruppenarbeit. Zudem wurden Vor- und Nachteile sowie Grenzen einzelner Methoden betrachtet. Zur Sprache kamen auch konkrete Fallbeispiele der Mitarbeitenden aus dem Betreuungsalltag, zu denen Handlungsempfehlungen erarbeitet wurden.

Im Anschluss an die Schulung gab es viel positives Feedback seitens der Teilnehmerinnen: Es war hilfreich, brachte viele neue Methoden, war gut verständlich, praxisnah, anwendbar usw.

Wir danken Herrn Hönig für die kompetente Vermittlung dieses Themas, das allzu oft noch als Tabuthema gilt. Es wurde der Wunsch nach weiteren solchen Schulungen geäußert.