Josefshaus machte Urlaub im Spreewald

Im Frühjahr und Sommer gab es  für unsere Bewohnerinnen des Josefshauses keine Reisemöglichkeit. Die geplante Tour ins südliche Ausland musste abgesagt werden. Doch Anfang Oktober hatten die Damen nochmal Glück vorm 2. Lockdown und traten eine Tour in den Spreewald an.

Es wurde höchste Zeit für die Betreuten, einen Tapetenwechsel vorzunehmen. Mit dem Bus fuhren also 20 Bewohnerinnen nach Lübben in ein großes Hotel. Jeden Tag unternahmen sie Ausflüge, mal in der Nähe – die obligatorische Kahnfahrt im Spreewald wurde selbstverständlich in Anspruch genommen – mal weiter weg, bis Cottbus und Forst. Bei einem Spaziergang durch die kleinen Gassen von Burg gab es Eindrücke zu sammeln. Die Ausflügler wanderten durch die Straßen und entdeckten Details wie die Bockwindmühle oder auch nette Souvenir-Shops.

Am Anreisetag wurde gleich auf der Hinfahrt ein Stopp eingelegt, um die „Holländerwindmühle zu Straupitz“ zu besuchen. Sie ist nach eigenen Angaben die letzte produzierende Dreifachwindmühle in Europa mit Mahl-, Öl- und Sägemühle. Dies erschien als attraktives Ausflugsziel. Man konnte die Mühle besichtigen. Manche Betreute zogen es aber auf Grund der Treppen vor, draußen in der Sonne zu sitzen. Anschließend ließ man sich ein leckeres Mittagessen schmecken und gönnte sich natürlich auch ein Eis. Später wurden die Hotelzimmer bezogen.

Am folgenden Tag setzten die Damen sich in die Bimmel-Bahn und fuhren bei einer kleinen Ortsbesichtigung zum Bootshafen. Gemütlich ließ man sich durch die Fließe staken. Selten fühlt man sich so in der Natur, wie bei solch einer  Tour knapp überm Wasser und dicht unter dem Laub der Bäume. Der Rückweg wurde zu Fuß überwunden. Es waren kaum mehr als 10 Minuten.

Dienstag, der 6. Oktober hatte den Rosengarten in Forst auf dem Plan. Mit dem Bus ging es eine Stunde über Land bis das Ziel erreicht war. Es blühten tasächlich noch Rosen, auch wenn der Herbst natürlich schon deutlich sichtbar war. Ein kurzer Rundgang musste genügen, da das Wetter umgeschlagen war. So entschied man sich, auf dem Rückweg stattdessen zu einer Stadtrundfahrt mit anschließendem Geschäftebummel in Cottbus. Da haben überdachte Passagen und Center doch ihre Vorteile.

Der Mittwoch brachte einen Ausflug in den Baruther Ortsteil Glashütte. Dort besichtigte die Gruppe das Glasmseum. Neben dem Museum gibt es vor Ort zahlreiche Kunsthandwerker. Vom Glasbläser und -restaurator über den Töpfer, die Seifenmanufaktur und natürlich ein Restaurant und Café. Der beschauliche Ort in niedriger Backsteinbauweise lud ein, in die „gute alte Zeit“ zu schwelgen, als die Welt noch in Ordnung war. Die liebevolle Dekoration übertraf sich von einem Grundstück zum nächsten und hätte mit jeder Landfrauen-Zeitschrift mitgehalten. Bei so vielen hübschen Details verbrachten unsere Reisenden viel Zeit an der frischen Luft.

Als mit dem Donnerstag der Tag der Abreise kam, war die Reiselust gestillt und man freute sich auf zu Hause. Aber auch hier war noch ein Zwischenstopp eingeplant. Bei Felicitas nördlich von Spremberg wurde angehalten und das volle Programm absolviert. Nach der Führung durch die Schauwerkstatt wurden Schokoladentaler mit Eigenkreationen verziert und der Shop wurde besucht.

Der Bus lieferte unsere Urlauber schließlich gesund und munter wieder im Kloster ab.