Einkehrtag am 20. März 2018 – Besuch von Bischof Heinrich

Der diesjährige Einkehrtag für die Mitarbeiter_innen im Kloster fiel auf den Frühlingsanfang. Als Referent nahm sich unser Bischof Heinrich Timmerevers einen ganzen Tag Zeit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und seine Erfahrungen und Erlebnisse mit uns zu teilen.

In einer feierlichen Heiligen Messe in der Klosterkirche waren zahlreiche Mitarbeiter_innen und auch Senioren und Gäste anwesend, um einem Gottesdienst unter der Leitung des Bischofs von Dresden-Meißen beizuwohnen. Das Motto des Tages lautete „Miteinander“. Andächtig lauschte man den Worten der Predigt, betete und sang gemeinsam.

Im Anschluss an die Heilige Messe war bereits ein Imbiss im Mehrzweckraum des Josefshauses vorbereitet. Die Mitarbeiter_innen der einzelnen Sozialeinrichtungen bzw. der Wohnbereiche sehen sich nicht täglich zum persönlichen Austausch, so dass eine solche Gelegenheit das Miteinander zu festigen natürlich gerne und ausgiebig genutzt wird. Gegen halb 11 begrüßte unser Kaufmännischer Leiter Christoph Mikwauschk offiziell Bischof Heinrich und freute sich darüber, dass es geklappt hat, den Besuch im Kloster einzurichten.

Dann gab Bischof Heinrich zahlreiche Einblicke darüber, wer er ist, was ihn prägte und wie er nach Dresden kam. Er erzählte aus seiner Kindheit im katholischen Teil des Oldenburger Münsterlandes im westlichen Niedersachsen, wo er als zweites von sechs Kindern aufwuchs. Das Leben war geprägt vom Jahreslauf der Natur und vom Rhythmus des katholischen Kirchenjahrs, ähnlich dem bei uns im Sorbischen. Über die weiteren Schritte seines Lebensweges kam er auf die alles verändernde Rolle einer Briefmarke bei seiner Entscheidung für das Bischofsamt in Dresden-Meißen zu sprechen und darauf wie er seine Position als Bischof der Diaspora Dresden heute wahrnimmt. Denn im Tun und Suchen der – wie er es nennt – „bekenntnisoffenen“ Bevölkerung seines Bistums (immerhin 80 %!), erkennt er viel Gutes und weiß auch zahlreiche bewegende Geschichten über die individuellen Wege zum Glauben. „Das kann ich nicht machen, das macht der liebe Gott.“ sagt er und schließt seinen kurzweiligen Vortrag mit den Worten „Lasst euch auf den lieben Gott ein, ihr werdet immer beschenkt!“

Um auch unseren am Vormittag nicht abkömmlichen Kolleg_innen die Zeit der Einkehr zu ermöglichen, wiederholte Bischof Heinrich seinen Vortrag am frühen Nachmittag. In der Zwischenzeit besuchte er einige unserer Wohnbereiche und machte einen Spaziergang durch die Lippe. Denn die direkte Natur fehlt ihm in seinem Sitz im Herzen der Dresdener Altstadt.

Unsere Mitarbeiter_innen nahmen die Veranstaltung sehr gut auf. Sie freuten sich darüber, dass der Bischof sich so viel Zeit nahm und unsere Arbeit zu würdigen wusste.