August-Rückblick

Im August wäre eigentlich Zeit gewesen, unsere Urlaubsreisen anzutreten. Während die geplante Tour nach Rathen abgesagt wurde, konnte unsere Reise nach Schönewalde auf´s nächste Jahr verschoben werden. Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht. 

Besuch der Krabatmühle in Schwarzkollm

Es war eine ganz spontane Entscheidung, sich am 28. Juli ins Auto zu setzen und nach Schwarzkollm zu fahren. Die in Eigeninitiative der Dorfbewohner toll gepflegte Anlage der Krabatmühle mitten im Grünen ist in jedem Fall eine Reise wert. Nach einer kleinen Naturwanderung stärkte man sich bei einem frischen Getränk im Schatten und wunderte sich über die einfallsreichen Corona-Maßnahmen bei der Bestuhlung für´s Sommerkino…

Kräutergarten im Kloster

Denn das Gute liegt so nah… dachte sich der Organisator der Besuche im Kräutergarten am 3. und 5. August. Nach dem kleinen Spaziergang ums Haus (oder wählte man sogar die neue „Abkürzung“ durch´s Kloster-Café?) wartete die Mitarbeiterin des Klostergartens bereits auf uns. Sie hatte Teiglinge aus der Bäckerei besorgt, die wir nach Herzenslust mit verschiedenen Zutaten geschmacklich verfeinern konnten. Als die Brötchen im Ofen waren und fertig gebacken wurden, nutzen wir die Zeit für einen kleinen kulinarischen Streifzug durch den Garten. Wir ernteten Tomaten, Zwiebeln und frische Kräuter. Daraus bereitete wir frische Kräuterbutter und Tomatensalat. Mit den individuellen Brötchen ließen wir uns das selbstgemachte Essen gleich doppelt gut schmecken. Sooo lecker!

Kremser-Fahrt

In Erinnerung an ein schönes Erlebnis im privaten Rahmen organisierte Frau Schütze für den 5. August eine Kremserfahrt. Mit dem Taxi fuhren die Annahaus-Betreuten nach Schwosdorf, wo bereits der Kremser auf seine Gäste wartete. Alle wollten gleich die Pferde streicheln. Als jede ihr Plätzchen auf dem Wagen gefunden hatte, war Romana ganz begeistert. Sie durfte beim Kutscher sitzen und war damit den Pferden ganz nah war.

Die beschauliche Rundreise durch die Hügel rund um Schwosdorf begann. Zugegebenermaßen ist das eine Gegend, deren beeindruckende Ecken vielen Bewohnern des Umlandes gar nicht bekannt sind. Oder haben Sie sich zum Beispiel schon mal von der Aussicht in Petershain überwältigen lassen? Unsere Kutschfahrer jedenfalls können jetzt mitreden. Bei einem Picknick und Knabbereien auf dem Wagen verging die Zeit auf den Straßen recht schnell. Die Waldwege waren leider nach dem Regen aufgeweicht und unbefahrbar. Solche Ausflüge sind was für alle Sinne. Der Duft der nassen Wiesen, die frische Luft um die Nase, das Geklapper der Pferdehufe… Die kleinen Freuden des Alltags sind doch im Grunde die Schönsten. Zufrieden brachte uns das Taxi wieder nach Hause.

Hoher Besuch im Kloster-Café

Während die Einen es sich am 5. August unterwegs gutgehen ließen, mussten andere arbeiten. Für Connie, die Dienst im neuen Kloster-Café hatte, war das ein Glücksfall, denn so konnte sie hautnah Gunther Emmerlich begegnen. Er nutzte die Gelegenheit zu Kaffee und leckerem Kloster- Kuchen und ließ selbstverständlich für Connie ein Autogramm da..

Elster-Express

Tags darauf war gleich der nächste Ausflug geplant. Der Elste-Express war für den 6. August am Vormittag gebucht. Ca. 20 Betreute der Wohngemeinschaft nahmen gegen 10 Uhr in dem Fahrzeug Platz. Die Bimmelbahn fuhr über Höflein, Schmeckwitz und Wendischbaselitz nach Nebelschütz um von dort auf wenig befahrenen Nebenstrecken wirder in Richtung Kloster zu lenken. Nur das letzte Stück legten wir auf der Hauptstraße zurück, was natürlich im Alltagsverkehr auch ein bisschen Nervenkitzel sein kann. Unterwegs freuten wir uns an den Tieren auf der Weide und an der hübschen Landschaft, in der wir leben. Natürlich wussten unsere Mitfahrer genau, wo Freunde, Bekannte und auch Mitarbeitende wohnen, was jeweils mit viel Aufregung verkündet wurde. Eine nette Abwechslung ist so eine Rundtour in jedem Fall – wenn man schon nicht in den Urlaub fahren kann.

Annafest

Das Jubiläum unseres Annahauses feierte man in diesem Jahr im kleinen Kreis. Eigentlich sollte die Grillfeier am 18. August mit Betreuten und Mitarbeitenden stattfinden, aber weil so gar kein Grillwetter gemeldet war, verschoben wir das Fest kurzerhand um einen Tag. So begannen wir am 19. August mit der Andacht im Foyer und wechselten dann zu Steak und Nudelsalat auf unsere herrliche Terrasse in den Schatten der großen Bäume. Es wurde Disco gemacht und zu den Schlagern getanzt, die unsere Betreuten nicht auf ihren Stühlen halten können. Auch wenn es in diesem Jahr nicht in gewohnter Weise mit Eltern, Betreuern und ehemaligen Mitarbeitenden stattfand, so würdigten wir den fröhlicher Anlass doch nach Möglichkeit.

Urlaub Zinnowitz

Vom 29.8. bis 5.9. fuhren einige Betreute für 8 Tage nach Zinnowitz ins Gästehaus St. Otto. Auf dem Hinweg wurde man dem Wunsch von Bianca gerecht und fuhr direkt durch Berlin, wo man freundlicherweise privat zum Kaffetrinken eingeladen war. Das mitgenommene Lunchpaket fand bei einer Pause auch seine Verwendung und schließlich kam man im immer wieder beliebten Urlaubsort an der Ostsee an. Die acht Tage vergingen wie im Fluge und die Gruppe unternahm einiges. Es wurde ein schöner Gottesdienst im Freien besucht, in Ahlbeck Eis gegessen, immer mal wieder im Wald spaziert und geklettert. Auch ein Kinobesuch stand auf dem Programm und wurde in einem Corona-bedingt ungewohnt leeren Kino genossen. Der Familien-Krimi machte alles Spaß.

Das Highlight des Urlaubs war der Besuch bei Gullivers Welt, wo die Urlauber eine Menge Freude dabei hatten sich selbst in Miniatur wahrzunehmen Mit dem Steinpilz kuscheln, in einer Muschel sitzen oder das Herz von innen betrachten… Völlig ungewöhnliche Perspektiven konnten erlebt werden und sorgten für Faszination und helle Begeisterung.

Und selbstverständlich war man am Strand!!! Der Wind pustete einem ordentlich den Alltag aus dem Kopf.