Zu Gast bei den „Dresdner Eislöwen“

„Das war so geil, als der den Puck ins Tor gehauen hat!“ Damit brachte unser Uwe irgendwo auf der Autobahn zwischen Dresden und Panschwitz-Kuckau seine Emotionen auf den Punkt. Und sein Grinsen wurde immer breiter. Uwe, für den heute Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einen Tag fielen. Warum? Am 19.02.2017 hat sich für ihn ein großer Traum erfüllt.

Ein Teil der Männerwohngruppe und Bewohnerinnen von Annahaus und AWG hatten sich auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. In der EnergieVerbund Arena empfing der Eissportclub Dresden – also die Eislöwen – den EHC Bayreuth zu einem Spiel in der 2. Deutschen Eishockeyliga. Uwes Wunsch war es, hier einmal live dabei zu sein und „seine“ Mannschaft zu sehen.

Schon die Arena sorgte bei uns für großes Staunen, denn keine_r der Bewohner_innen war vorher hier gewesen. Und auch die Stimmung in der Halle, die Fans in Trikots und mit Schals ihres Vereins um den Hals, heimische und gegnerische Anhänger, das machte Lust auf‘s Spiel. Wir hatten unsere Plätze gefunden, da ging das Licht aus. Wunderkerzen leuchteten auf den Zuschauerrängen, und aus dem Nebel über dem Eis und beleuchtet von Scheinwerfern kamen sie auf die Spielfläche, Uwes Idole. Ihn hielt es nicht mehr auf dem Sitz, er musste alles genau sehen.

Und dann ging das Spiel los. Wir feuerten die Heimmannschaft an, diese hatte auch gute Torchancen. Doch den ersten Treffer erzielte der Gegner aus Bayreuth. Etwas traurig, aber mit der Hoffnung auf Tore für die Eislöwen ging es in die erste Drittelpause. Durchatmen! Und rein in das zweite Drittel. Uwe hatte vermutlich beide Daumen so sehr gedrückt, da vielen auch schon die Tore zum 1:1 und 2:1 für Dresden. Hurra! Großer Jubel! Und das Trommeln und die Gesänge der Fans, welche das Spiel von Anfang an begleitet hatten, waren nun noch viel lauter. Doch dann, wieder ein Treffer für Bayreuth. Nein! So stand es nach 60 Spielminuten 2:2. Also Nachspielzeit. Und hier fiel nach gut einer Minute das erlösende Tor für Dresden. Die Arena bebte förmlich, wir haben gejubelt, Uwe am lautesten. Toll, dass wir dabei sein konnten. Und er hat uns ein wenig infiziert mit dem Virus Eishockey, unser Uwe. Danke!