Wir sagen „Auf Wiedersehen, Frau Marschner“

Es ist fast 44 Jahre her. Am 1.9.1974 kam Frau Marschner als Erzieherin im Anerkennungsjahr ins damals neue eröffnete Maria-Martha-Heim. Wie sie schmunzelnd sagte, kam sie „von einem Kloster ins nächste“.  Denn zuvor war sie 2 Jahre zur Ausbildung im Ursulinenkloster in Erfurt.

Frau Marschner war eine der ersten Mitarbeiterinnen des Maria-Martha-Heimes und sie blieb dem Kloster und den hier lebenden Menschen ein ganzes Arbeitsleben lang treu. Wie lang das her ist, davon zeugen auch die Unterschriften unter ihrer Anerkennungsurkunde von 1975: dort hatten u.a. Bischof Gerhard Schaffran und Diözesancaritasdirektor Hellmut Puschmann unterschrieben. Den ersten Dienstvertrag unterschrieb die Äbtissin M. Anna Meier.

Im Laufe der Dienstjahre hat sie die vielfältigen Entwicklungen der Behindertenarbeit nicht nur miterlebt, sondern auch zunehmend mitgestaltet und zu einer immer größeren Professionalität geführt. Frau Marschner war stets bereit, Verantwortung zu tragen, neue Aufgaben anzunehmen und sie hat sich permanent fortgebildet.

Die Behindertenarbeit wurde im Osten Deutschlands nach 1989 auf völlig neue fachliche Füße gestellt. Frau Marschner hat sich dieser Entwicklung gestellt und 1997/98 die heilpädagogische Zusatzqualifizierung erworben.

Im Jahre 1997 wurde das Josefshaus eröffnet und musste nun mit Leben und Fachlichkeit gefüllt werden. Frau Marschner hat die große Aufgabe angenommen, dieses Haus als Wohnbereichsleiterin zu führen.  Um dies zu meistern, hat sie sich zwischen 2002 und 2004 in der berufsbegleitenden Weiterbildung zur Wohnbereichsleiterin bei der Caritas in Seelingstädt wichtige Werkzeuge angeeignet und Netzwerke aufgebaut.

Viel ist seitdem passiert und die Herausforderungen durch neue Gesetze, Personalführung, Bedarfe der Bewohnerinnen, Dokumentationspflichten und nicht zuletzt Digitalisierung waren gewaltig. Frau Marschner hat sich vor keiner Neuerung gefürchtet und ist offensiv jede Aufgabe angegangen, bis zum letzten Arbeitstag. Seit dem 1.8.2018 ist sie nun im wohlverdienten Ruhestand.

Fr. Marschner hat die Geschicke des Josefshauses maßgeblich geprägt und hat die Verantwortung in die Hände der nächsten Generation gelegt. Neuer Wohnbereichsleiter im Josefshaus ist Sebastian Röschke, der seit 10 Jahren in unserer Einrichtung arbeitet und bisher Leiter des Martinshauses und der Internen Tagesstruktur war.

Liebe Frau Marschner, wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit, wir ziehen den Hut vor Ihrer Lebensleistung und wir wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen.