Geistliches Leben

spirituellDie „Wohngemeinschaft Maria-Martha“ ist eine Einrichtung in Trägerschaft der Zisterzienserinnenabtei Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau inmitten des Siedlungsgebietes der katholischen Sorben. Unser Tun ist unter ein Leitbild gestellt, welches den Menschen als geliebtes Geschöpf Gottes in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt. Damit sind gute Rahmenbedingungen gegeben, um geistiges und geistliches Leben zu pflegen.

Viele unserer Bewohner_innen sind schon als Kinder in die Einrichtung gekommen und wurden von den Schwestern des Konvents im christlichen Glauben unterwiesen. Viele der Mitarbeitenden sind katholische Sorben. So gehören religiöse Praktiken wie Beten und Gottesdienstbesuche für viele ganz selbstverständlich zum Leben dazu.

Es ist wichtig zu sagen, dass jedem und jeder das Recht auf freie und selbstbestimmte Ausübung von Religion und Glaubenspraktiken garantiert wird. Dazu gehört auch, dass niemand zu religiösen Handlungen gezwungen wird. Von unseren Mitarbeitenden erwarten wir jedoch, dass sie die Bewohner_innen unterstützen und ihnen die erforderliche Hilfe geben, ihre religiösen Bedürfnisse zu leben.

gottesdienst-3Wer den Wunsch nach geistlichem Leben hat, findet eine Vielzahl von Angeboten. Dazu gehören die sonntäglichen und wochentäglichen Gottesdienste in der Klosterkirche und die Mitfeier der religiösen Feste im Jahreskreis. Wer Ruhe und Besinnung im Tageslauf sucht, findet bei den öffentlichen Betzeiten der Schwestern einen idealen Raum dafür. Regelmäßig finden Prozessionen und Wallfahrten der hiesigen Kirchgemeinde statt. Daneben werden 4 x im Jahr Einrichtungsgottesdienste für die Bewohner_innen angeboten und alle 2 Jahre eine große Wallfahrt. Vor drei Jahren haben sich einige Bewohner_innen in 2 Gruppen zusammen gefunden, die seitdem unter professioneller Begleitung auf dem Jakobsweg pilgern.

Eine ganz besondere sorbische Tradition ist das Osterreiten, welches alljährlich im Klosterhof seinen Anfang und sein Ende nimmt. Ein beeindruckendes Erlebnis sind der Gottesdienst und die Prozession zum Fronleichnamsfest oder die Kräuterweihe im Klostergarten um Maria Himmelfahrt.

Auch der Träger unterstützt die Mitarbeitenden. Die AVR (unser Tarifwerk) ermöglicht jährlich den Besuch von Exerzitien und gewährt dafür bis zu 3 freie Tage. Zum Josefstag (19.3.) werden alle Mitarbeiter_innen zu einem Einkehrtag mit Gottesdienst und geistigem Impuls eingeladen. In unregelmäßigen Abständen werden Besinnungstage angeboten.

All dies soll Stärkung und Unterstützung geben und das Miteinander friedvoll gestalten helfen.