Gott geht mit auf Schritt und Tritt

Im September überschlagen sich in der Wohngemeinschaft die Ereignisse. Grade war noch Sommerfest, schon steht die alljährliche Wallfahrt auf dem Programm.

Wie im letzten Jahr, so führte sie auch am 20. September 2018 nach Rosenthal. Dort trafen sich in wesentlich größerem Rahmen an die 700 Teilnehmer_innen, teilweise weit gereist aus Zittau, Dresden und Leipzig. Nach der ersten Pilgertour – schon vor halb 9 startete die erste Gruppe zu Fuß aus dem Kloster – fanden sich zum Gottesdienst um halb 11 alle Wallfahrenden in Rosenthal ein. Eine solch große Menschenmenge findet in der Wallfahrtskirche gar nicht Platz, also wurden im Kirchhof Bänke aufgestellt, die genau wie die Bänke in der Kirche voll besetzt waren. Bei dem schönen Wetter und den angebrachten Lautsprechern war das auch recht angenehm. Diakon Klose gestaltete unter dem Tagesmotto „Gott geht mit auf Schritt und Tritt“ eine lebhafte Messe. Sehr anschaulich erklärte er am Beispiel seines Schuhs den Schutz, den Gott einem jeden zu Teil werden lässt. Der Schülerchor von St. Franziskus wo? untermalte den Gottesdienst.

Eine logistische Herausforderung war der anschließende Ortswechsel. Alle Gottesdienstbesucher_innen wurden zum Mittagessen in Schmeckwitz erwartet. So startete die zweite Etappe des Pilgerns, die manche – allen voran die Bewohner_innen aus Schmeckwitz – wieder zu Fuß zurücklegten. Doch auch die Bus- und Taxifahrer_innen kamen alle gut nach Schmeckwitz. Jeder bekam seine Portion von den vorbereiteten 400 kg Kartoffelsalat und Würstchen. Ein großes Dankeschön an die hauseigene Küche in St. Johannes! Vielen fiel auch sofort der Eiswagen ins Auge und sorgte für helle Aufregung.

Nach dem Mittagessen begannen zahlreiche Angebote. Neben dem etablierten Basteln, Trommeln und Bewegungsangeboten gab es noch die Möglichkeit, seinen Fußabdruck zu stempeln und an einen Heliumballon zu binden. So fand das Tagesmotto auch hier Berücksichtigung. Man konnte reiten oder eine Kutschfahrt machen, kegeln, singen oder an einem Gesprächskreis teilnehmen. So fand jeder das Angebot, das zu ihr oder ihm passte.

Gegen halb 3 fanden sich alle zur Abschlussandacht vor dem Sommerhaus ein. Hier schloss Diakon Klose die Veranstaltung mit einem weiteren Bezug zum Motto „… auf Schritt und Tritt, bevor sich die Verbliebenen auf ihren längeren oder kürzeren Heimweg machten.

Es war ein eindrucksreicher und bunter Tag, über den noch bis zum Schlafengehen gesprochen wurde. Wir danken allen Organisatorinnen und Organisatoren für diese im wahrsten Sinne bewegende Erfahrung.